News 27.02.2015 - Gemeinsam gegen Lebensmittelverschwendung: United Against Waste startet mit Profiküchen in Phase Eins des „Abfall-Analyse-Reports“. Wer macht mit?

Im Außer-Haus-Markt in Deutschland landen jährlich 1,9 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Das ist ökologisch nicht sinnvoll und zudem auch richtig teuer:

Ein Liter Lebensmittelabfall schlägt inklusive Energie- und Entsorgungskosten mit zwei Euro zu Buche. Im Umkehrschluss bedeutet dies für Profiküchen ein enormes Sparpotential. „Ein Krankenhaus mit 1.000 Essen am Tag kann mit den richtigen Vermeidungsstrategien 35 Prozent der Lebensmittelabfälle reduzieren, ein Gastronomiebetrieb mit 750 Essen immerhin 30 Prozent“, rechnet Torsten von Borstel, Geschäftsführer United Against Waste. „Jährlich sind so 38.000 Euro bzw. 34.000 Euro Ersparnis drin!“ Der Verein, der bundesweit gegen Lebensmittelverschwendung kämpft, zeigt Profiküchen, wie sie ihre Abfälle zum Schrumpfen bringen und richtig Geld sparen. Unter dem Schlagwort „Abfall-Analyse-Tool“ wurde ein kostenloses Lösungspaket geschnürt, das von den Küchenleitern aller Gastronomiebereiche abgerufen werden kann. Ziel ist, das tatsächliche Abfallaufkommen in den einzelnen Verpflegungsbetrieben zunächst zu messen. In einem späteren Schritt ermitteln wir daraus Handlungsempfehlungen, die nicht nur dem jeweiligen Betrieb Nutzen bringen, sondern auf die gesamte Branche übertragbar sind.

„Das Jahr der Messung“ hat bereits begonnen. Am Projekt nehmen schon einige Profiküchen teil, vielversprechende Zwischenergebnisse liegen inzwischen vor. Je mehr Verpflegungsbetriebe im Kampf gegen die Lebensmittelverschwendung mitmachen, desto besser: „Wir benötigen möglichst viele Daten für unseren Abfall-Analyse Report“, appelliert Torsten von Borstel an die Küchenleiter. „Nur so können wir das Abfallproblem im Außer-Markt-Markt in den Griff bekommen.“ Profiküchen, die das kostenlose Abfall-Analyse-Tool für sich nutzen wollen, müssen keinen großen Aufwand befürchten: Nach ihrer Bestellung erhalten Sie durchsichtige Messbehälter, mit dem sie ihre täglichen Abfallmengen über einen Zeitraum von vier bis sechs Wochen messen. Um später vergleichen zu können, haben sie den Status Quo ihrer bisherigen Abfallmenge festgehalten. Die täglichen Werte tragen sie dann nur noch in die mitgelieferten Erhebungsbögen ein.

Die Küchenleiter wissen im Anschluss genau, wie es um das Abfallaufkommen in ihrem Betrieb bestellt ist. Mühelos lässt sich daraus der monetäre Wert des Lebensmittelabfalls berechnen. Ergänzende Roundtable-Gespräche, die von April bis Mai stattfinden, dienen dem praktischen Austausch und der Vertiefung der Analyse: In welchen Bereichen gibt es die meisten Lebensmittelabfälle? Wie viel Speisenmüll geht zu Lasten des Mindesthaltbarkeitsdatum, der Produktion, der Überproduktion und der Tellerrückläufe? „Stehen die Abfalldaten erst einmal fest, erkennen die Küchenleiter bestimmte Einsparpotentiale schnell“, fasst Torsten von Borstel die Vorteile des Abfall-Analyse-Tools zusammen. „Sie profitieren später noch einmal von den Handlungsempfehlungen, die auf Basis der Gesamtergebnisse in der Projektgruppe erarbeitet werden.“ Am Ende des Projektes steht für alle ein effizienteres Küchenmanagement, das dauerhaft Lebensmittelabfall und damit bare Münze spart.

Das Abfall-Analyse-Tool können Sie kostenlos hier sowie unter der Telefonnummer 06202/9259091 anfordern. Machen Sie mit – es lohnt sich!

Speisenabfall reduzieren, Geld sparen!

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