News 04.02.2013 - Allein in Deutschland werden jährlich 11 Mio. Tonnen Lebensmittel weggeworfen. Die Food Service-Branche ist mit knapp 17 Prozent daran beteiligt. Das hat eine

Studie der Universität Stuttgart für das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) herausgefunden.

Die offene Plattform United Against Waste e.V. setzt genau in diesem Bereich an und entwickelt Lösungen um die Lebensmittelverschwendung zu reduzieren. Der Verein zeigte mit Unterstützung von Unilever Food Solutions beim Empfang des Global Forum for Food and Agriculture Berlin e.V. (GFFA), im Rahmen der Internationalen Grünen Woche in Berlin, mit einem Buffet praktische Ansätze zur Reduzierung und Vermeidung von Lebensmittelabfällen.

United Against Waste e.V.: Lösungen für Profis

Tatsächlich landen etwa 50 Prozent aller Lebensmittel im Müll und ein Drittel der Lebensmittelproduktion geht verloren. Für den Endverbraucherbereich gibt es die Initiative „Zu gut für die Tonne“, initiiert durch das BMELV und unterstützt durch Ilse Aigner. Doch was können Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung gezielt gegen diese Verschwendung unternehmen?

Köche der Culinary Fachberatung von Unilever Food Solutions zeigten beim internationalen Abendempfang des GFFA Berlin e.V. mit einer innovativen Zubereitungstechnik und einer intelligenten Speisenfolge direkt vor Ort, dass auch bei großen Veranstaltungen die Verbindung von Genuss und verantwortungsvollem Umgang mit Lebensmitteln möglich ist und so Lebensmittelverschwendung vermieden werden kann.

Das Wirtschaftsforum des GFFA Berlin e.V. stand unter dem Motto „Welternährung“. Der GFFA Berlin e.V. und United Against Waste e.V. gaben mit einem innovativen Buffetansatz passend zum Thema des Forums einen Impuls und möchten andere Veranstalter motivieren über die Cateringkonzepte ihrer Tagungen und Kongresse nachzudenken. Auch die anwesenden Gäste aus Politik und Wirtschaft wurden so für die Problematik sensibilisiert.

Verschwendung verstehen – Verschwendung vermeiden

Die Speisenfolge wurde so aufeinander abgestimmt, dass möglichst wenig Abfälle entstehen. Das gelingt zum Beispiel, indem nicht nur bestimmte Teile der Zutaten verwendet werden. Ob beim Gemüse oder beim Fleisch, bei der Erstellung der Rezepturen wird von Anfang an ganzheitlich über alle Gänge und Speisenabfolgen nachgedacht.

Beispielsweise steht das Motto „Mehr Respekt, weniger Verschwendung“, für die Verwertung möglichst vieler Teile eines ganzen Tiers.

Ein weiterer Ansatz im Rahmen des Live-Buffets unter dem Motto „Besserer Geschmack, weniger Verschwendung“ war die sogenannte Sous-Vide-Garmethode. Durch das Verfahren ist das Gargut länger haltbar und Anschnitt-Abfälle entfallen. Nicht verbrauchtes Gargut kann über die Veranstaltung hinaus verwendet werden.

Dies sind Ideen, wie man durch Umdenken und Umstrukturieren Lebensmittelverschwendung eindämmen kann. Die Umsetzung dieser und weiterer Ideen werden auch Bestandteil der Workshops in den Chefmanship Centren von Unilever Food Solutions sein.

United Against Waste e.V.

In England wurde die Initiative „United Against Waste“ ins Leben gerufen. Diese erfolgreiche Initiative war Vorbild für die Gründung von United Against Waste e.V. in 2012. Die Idee ist einfach und doch neu: Eine Plattform für die Food Service-Branche, auf der die Ideen und Anstrengungen für Lebensmittelabfall-Vermeidung zusammenlaufen und die gezielt Strategien und Lösungen anbietet.

Jede Tonne Lebensmittelabfälle kostet um die 2.000 Euro. Geld, das wieder zur Sicherung der Qualität und Nachhaltigkeit investiert werden kann. Jetzt sind alle an der Reihe – Für Interessierte bietet der Verein zusammen mit Unilever Food Solutions ein Servicepaket an, anhand dessen jeder Koch schnell erkennen kann, wo es im Betrieb hakt. Alles, was dafür benötigt wird, steht als Download unter www.unileverfoodsolutions.de zur Verfügung.

Unilever Food Solutions ist seit längerem im Bereich Nachhaltigkeit aktiv. Ein weiteres Beispiel ist diese Plattform, die unter der Führung des Unternehmens in Deutschland initiiert wurde.

Weitere Informationen zur GFFA Berlin e.V. unter www.gffa-berlin.de.

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